Katarakt

Was ist eine Katarakt bzw. ein Grauer Star?

Als Grauen Star oder Katarakt bezeichnet man die Eintrübung der ursprünglich klaren Augenlinse. Sie bemerken, dass Sie wie durch einen leichten Schleier sehen, der mit der Zeit immer dichter wird. Oft nimmt auch die Blendungsempfindlichkeit zu.  

 

Der Graue Star ist nicht zu verwechseln mit dem Grünen Star. Außer der Namensähnlichkeit haben beide nicht sehr viel gemeinsam.  

 

Heute braucht eine Kataraktoperation nicht mehr gefürchtet zu werden, und niemand muss wegen eines Grauen Stars sehbehindert sein. Fortschritte der operativen Verfahrensweisen, verbesserte Instrumente und regelmäßige Kontrollen machen eine Kataraktoperation sehr sicher und führen zu einer schnellen Verbesserung des Sehvermögens.

 

 

Wie wird der Graue Star behandelt?  

Wenn sich die anfängliche leichte Linsentrübung verdichtet, ist eine Operation die einzige Behandlungsmöglichkeit, die so gut wie immer zum Erfolg führt - mit äußerst geringer Belastung für den Patienten, zumal der Eingriff in aller Regel schmerzlos ist. Er zählt heute zu den häufigsten Operationen weltweit. Jahr für Jahr werden in Deutschland etwa 700.000 Patienten wegen eines Grauen Stars operiert. Die getrübte Linse wird bei der Operation durch eine klare Kunststofflinse ersetzt. Mit der modernen Kleinschnitttechnik dauert dieser ambulante Eingriff nur ca. zehn Minuten. Wir führen ihn in der Augentagesklinik Dieburg im St. Rochus-Krankenhaus durch. Durch die Anbindung unserer ambulanten Augenoperationsabteilung an die Klinik ist es im Bedarfsfall auch möglich, dass nach der Operation eine stationäre Übernachtung erfolgt.    

 

Premium Linsen-Konzept

Seit dem 01. Januar 2012 können auch gesetzlich versicherte Patienten bei der Operation des grauen Stars die, für sie am besten geeignete Kunstlinse auswählen, und so auch als gesetzlich versicherter Patient am medizinischen Fortschritt, wie ein Privatpatient teilnehmen. Die Krankenkasse trägt - im Gegensatz zu früher - die Kosten, die bei einer Standardoperation angefallen wären, in voller Höhe, so dass der Patient selbst nur die Mehrkosten der Linse und  der damit verbundenen ärztlichen Leistung zu tragen hat.

 

Asphärische Linsen:

Diese Linsen sind mit einer asphärischen Optik ausgestattet, ähnlich den Linsen in hochqualitativen Kameraobjektiven oder Ferngläsern. Hieraus resultiert nach der Operation ein verbessertes Kontrastsehen besonders in der Dämmerung und in Dunkelheit. Daher verspricht man sich von diesem Linsentyp Vorteile insbesondere für Autofahrer.

Zusätzlich haben diese Linsen auch den oben erwähnten Blaulichtfilter.

Die Kosten für eine Operation mit dieser Linse werden von Ihrer Krankenkasse in Höhe der Regelversorgung bezuschusst.

 

Torische Linsen sind auch immer asphärisch :

Menschen mit stärkerer Hornhautverkrümmung sind nach Einsetzen einer Einstärken-Standardlinse auch weiterhin auf eine Fernbrille und eine Nahbrille (oder alternativ auf eine Gleitsichtbrille) angewiesen. Durch die zylindrische Zusatzfunktion dieser Linsen haben Sie hingegen eine sehr hohe Chance auf ein Leben ohne Fernbrille. Für die meisten Menschen mit starker Hornhautverkrümmung bedeutet das eine deutliche Steigerung der Lebensqualität.

 

Multifokale Linsen:

Diese Linsen können ein brillenfreies Sehen in zumindest zwei Entfernungen, d. h. im Idealfall für die Ferne und für die Nähe ermöglichen. Zahlreiche Studien belegen für diese Linsentypen eine ausgezeichnete Wirkung bei sehr hoher Patientenzufriedenheit (ca. 90% Brillenfreiheit im Alltag, über 90% Zufriedenheit mit dem Sehergebnis). Das Gehirn muss sich nach Einsetzen einer Multifokallinse zunächst an den neuen Seheindruck gewöhnen, welches 3 bis 4 Monate dauern kann. Der Nachteil dieser Linsen liegt in einer verminderten Nachtsicht und in einem verminderten Kontrastsehen. Auch ist der Seheindruck nicht ganz so brillant wie im Falle einer Einstärkenlinse.

 

Bitte sprechen Sie uns an - wir beraten Sie gerne ausführlich und individuell über das, für Ihr Auge am besten geeignete Implantat.