Makuladegeneration – plötzlich verzerrt sehen

In der Makula befinden sich die wichtigsten Sehzellen des Auges, die scharfes Sehen ermöglichen. Unter der Definition Makuladegeneration versteht man eine Erkrankung der Stelle des schärfsten Sehens. Darum geht eine Erkrankung dieses Gewebes bei der Makuladegeneration mit zunehmendem Sehverlust einher. Diese Augenkrankheit bleibt für Betroffene lange Zeit unbemerkt, da erste Veränderungen weder Schmerzen noch Sehstörungen verursachen. Häufig tritt die Degeneration der Makula zunächst nur an einem Auge auf und der Sehverlust wird durch das andere Auge über einen längeren Zeitraum ausgeglichen. Innerhalb der nächsten Jahre entwickelt sich bei über etwa der Hälfte der Patienten auch eine Makuladegeneration am anderen Auge. Die altersbedingten Makuladegeneration (AMD), zu deren Risikofaktoren auch Rauchen und Bluthochdruck gehören, ist die häufigste Ursache für einen schweren Sehverlust im Alter.

 

Symptome der altersbedingten Makuladegeneration – AMD

Die Symptome der AMD können vielfältig sein. Gerade Linien wie z. B. die Fugen von Badezimmerkacheln erscheinen plötzlich verzerrt und gebogen. Im weiteren Stadium der Krankheit erscheint ein grauer Fleck in der Mitte des Gesichtsfeldes. Dieser kann sich soweit ausbreiten, dass die Gesichtszüge des Gegenübers nicht mehr erkannt werden – im schlimmsten Fall bleibt nur das äußere Gesichtsfeld erhalten, so dass Lesen, Fernsehen oder Autofahren vielleicht nicht mehr möglich sind.
 



Klares Sehen ohne Augenerkrankung


Deutliche Anzeichen einer Makuladegeneration


Ausgeprägte Makuladegeneration

Die Früherkennung kann  Ihre Sehfähigkeit erhalten

Ein typisches Zeichen für den Übergang von der trockenen zur feuchten Form der Makuladegeneration ist eine akute Sehverschlechterung mit zentralen Gesichtsfeldausfällen. Dabei erscheint in der Mitte des Blickfeldes ein dunkler Fleck, der sich vergrößert. Betroffene können zwar eine Uhr sehen, nicht jedoch die Uhrzeit erkennen. Die Symptome der Makuladegeneration können unterschiedlich ausgeprägt sein und variieren. Da sich die Degeneration der Makula in der Regel auf das Blickzentrum beschränkt, bleibt das äußere Gesichtsfeld und somit eine Orientierungsmöglichkeit erhalten.

Je früher die AMD erkannt wird, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, sie aufzuhalten. Die Diagnose sollte im Idealfall bereits erfolgen, wenn noch gar keine Symptome wie verzerrtes Sehen bestehen. Wird die Erkrankung in diesem frühen Stadium erkannt, dann bestehen bessere Chancen, Ihre Sehfähigkeit zu erhalten. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen können frühzeitig eine AMD erkennen und erhöhen die Chancen auf eine erfolgreiche Makuladegeneration Behandlung.

Makuladegeneration wird im Rahmen von Netzhautsprechstunden unserer spezialisierter Zentren behandelt, da diese Patienten erfahrungsgemäß mehr Aufmerksamkeit benötigen. Daneben ist eine moderne, technische Ausstattung für die Diagnostik notwendig. Vorsorgeuntersuchungen finden beim niedergelassenen Augenarzt statt, der bei Verdacht einer Makuladegeneration zum spezialisierten Zentrum überweist. Je früher die AMD erkannt wird, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, sie aufzuhalten.

Bei einer Früherkennungsuntersuchung kann Ihr Augenarzt durch die gezielte Untersuchung des Augenhintergrundes feststellen, ob Veränderungen in der Netzhaut vorliegen. Dafür ist es notwendig, Ihre Pupille weit zu stellen. Im Anschluss werden Sie für ein paar Stunden unscharf sehen, so dass Sie nicht selbst mit Ihrem Auto nach Hause fahren können. Falls bei dieser Routine-Untersuchung Veränderungen festgestellt werden, die genauer abgeklärt oder behandelt werden müssen, übernimmt Ihre Kasse die für Maßnahmen des Leistungskatalogs der gesetzlichen Krankenkassen entstehenden Kosten.

 

Die Behandlung der Makuladegeneration

Für die altersbedingte Makuladegeneration stehen verschiedene Therapien bzw. Makuladegeneration Operationen zur Verfügung, die eine AMD Erkrankung nicht heilen, jedoch die Auswirkungen lindern können. Medikamente mit gefäßwachstumshemmenden Substanzen VEGF-Hemmer (Vascular Endothelial Growth Factor), haben sich dabei bewährt. Die feuchte Makuladegeneration lässt sich durch die VEGF-Therapie mit lokalen Augeninjektionen in der Regel eindämmen, verzögert das Fortschreiten der AMD, bzw. hält sie auf. Die dabei verwendeten Medikamente können das Gefäßwachstum hemmen. Dank der sogenannten intravitrealen operativen Medikamentengabe (IVOM) kann es gelingen, die Bildung neuer Blutgefäße im Auge zu verhindern. Dieses Verfahren stellt eine effektive Methode zur Behandlung bestimmter Makulaerkrankungen dar. Bei einer solchen Operation wird das Medikament direkt in den Glaskörperraum eingebracht und gelangt an die Netzhaut, ohne Nebenwirkungen an anderen Organen zu verursachen. Die ambulante Makuladegenerationsbehandlung wird in der ARTEMIS Augenklinik im sterilen Operationssaal mit hochauflösenden Mikroskopen unter Reinstraumklimaverhältnissen durchgeführt.